Zywa Die Windungen der Schlange

Dunkelheit
Ein Grollen in der Ferne
Der Wind frischt auf
Mit dem Tagesanbruch legt sich der Wind
Ein großes Zelt steht da
Vier Schatten von Frauen im Zelt

Miriam (siebzig Jahre alt) und Rebekka (zwanzig Jahre alt) arbeiten an einem einfachen Webstuhl

Emzara (fünfzig Jahre alt) spinnt Wolle mit einer Handspindel

Lilith (dreißig Jahre alt) tanzt


Lilith tritt heraus als Bauchtänzerin und vollführt anmutige Armbewegungen; während sie die Anwesenden im Saal locker anspricht, tanzt sie immer wieder ein wenig [1-52]

Wie erzählt man etwas?
Wie erklärt man seinen Kindern
zum Beispiel, woher
Opa und Oma kommen?

Kain erfand Gott
Gott hatte Opa aus dem Lehm gezogen
und Oma aus einer Rippe Adams erschaffen
Kain wusste damals noch nicht

wie das funktionierte: der kleine Rüssel
des Mannes kam erst später hinzu
als Zufügung zur Frau-Mensch, und jetzt
da wir das wissen, müssen wir

es beim richtigen Namen nennen:
Gott schuf die Frau-Mensch
und, mit einer Anpassung
auch den Mann-Mensch

Schluss mit Mann und Männ-in!
Schluss mit Isch und Isch-Scha
Und dann tun wir gleich auch etwas
gegen die Verwendung der Wörter

Fee und Hure; man
könnte sie erweitern mit
Mann-Fee und Mann-Hure
bi- und non-bi-Fee und -Hure

Trans-Fee und Trans-Hure -
und so weiter, aber ich persönlich
ziehe es vor, es einfach zu halten:
Schluss mit Fee und Hure!

Ich bin nicht da um angeschaut
aber nicht gesehen zu werden
und ich bin gewiss
keine Mannequin, kein Männchen!

Lilith hält einen Moment inne
Es ist inzwischen heller geworden im Zelt

Feen sind einfach Geister
Nennen wir sie also so: Geister
Und Mann-Menschen legen sich
leichter neben eine Frau-Mensch

als umgekehrt, daher gibt es
in der Praxis mehr Mann-Huren
als Frau-Huren
Viel mehr Mann-Menschen vergewaltigen

Beim Wort vergewaltigen blickt Emzara auf
Während Lilith weiterredet, steht Emzara auf
und geht durch das Zelt


eine Frau-Mensch als umgekehrt
Sie sind die Huren! Für Frau-
Menschen ist der Begriff diskriminierend
stigmatisierend, unbrauchbar!

Mann-Menschen sind Huren
wenn sie aus sind auf eine Gelegenheit
ihren erregten kleinen Rüssel
in jemand anderen zu stecken

Emzara seht Lilith eindringlich an
Während Lilith weiterredet, geht Emzara auf sie zu
Sie setzt sich nah neben sie


Huren sind Menschen, ja ja
die viele Sexualpartner haben
Nenne sie Bumser -
männlich, weiblich, was auch

Bumser ist ein Wort, das für alle
verwendbar ist, genau wie das Wort Mensch
In der Gesellschaft
ist jeder: Mensch!

Nur zuhause
bleibt ein Geschlechtsunterschied
Zuhause halten wir die Worte
Vater und Mutter hoch

aufgrund der biologischen Unterschiede
bei der Zeugung von Kindern
und der Funktionsweise
von Müttern und Vätern

Kurze Sprechpause

Wie erzählt man etwas?
Welche Worte sind richtig?
Kain erfand Gott
als unsere Vater-Mutter

Adam und ich sind Menschen
und dann, als ich bereit war
ließ ich ihn zum ersten Mal
in mich eindringen...

und Kain wurde geboren
Unser Leben veränderte sich!
Wir erfreuten uns an unserem Kind
doch die Zeit im Paradies war vorbei

Von da an ging Adam oft allein los
[130]  Ich hatte ihm beigebracht
auf die Standorte der Obstbäume zu achten
und seiner Nase zu vertrauen

um zu erkennen, wo die Früchte reif waren
Und ich hatte ihm beigebracht
früher als die anderen aufzustehen
schon im Mondlicht

aufzubrechen
und ein kleines Stück weiter weg
der Erste zu sein, derjenige
[140]  der die reifen Früchte pflückt

Er war damit nicht ganz zufrieden
er fühlte sich in seinem Stolz verletzt
Und ich erinnere mich
dass er sich nicht traute

eine Frucht zu essen, aber
weil ich davon nicht krank wurde
konnte ich ihn
zu einem Biss verleiten

Trotzdem wurde er sauer
[150]  anstatt mir zu danken
Später drehte er bei, aber er betrachtete
das Früchtepflücken nie als séine Arbeit

Kain erkannte das bald
und erfand daraufhin das Paradies
mit dem Baum und der Schlange
und Gottes Verbot

denn wenn man Gott einmal im Kopf hat
wird man ihn nicht mehr los, man muss
immer eine Fortsetzung erfinden
[160]  wie die Geschichte vom Apfel

Nun ist es Rebekka, die aufblickt und näher rückt

oder der Feige, einer reifen Frucht
mit der Schlange, die uns verführte
und dem Wissen, das wir erlangten
und der Reise, die wir unternahmen

Adam ging voran
Er kannte den Weg, sagte er
Und ich habe geschwiegen
Er folgte einfach dem Fluss

Als Kain seinen Kindern
[170]  erklären wollte, warum
wir immer weiterzogen
erfand er einen Engel

der uns weggeschickt hatte
die Welt zu entdecken
und überall für die Tiere
und die Pflanzen zu sorgen

Und zur Zeit Methusalems
hatten seine Enkelkinder die Geschichte
noch weiter ausgebaut, denn
[180]  wenn Adam und ich die Ersten waren

die etwas Falsches getan hatten
dann musste offenbar auch erzählt
werden, wer als Erster
einen Menschen getötet hatte

Kein Tier, um es zu essen
beim Festmahl, und im Winter
wenn es kaum anderes zu essen gab
Nein, einen Menschen!

Miriam schüttelt den Kopf und sieht Rebekka an

Und das wurde Kain einfach so
[190]  in die Schuhe geschoben!
Ihm wurde für die Mordgeschichte
ein Bruder zugeteilt

Über diesen Bruder wurde nichts
Besonderes erfunden, er ist
lediglich eine Pappfigur
die keine Sprechrolle hat

denn seine Rolle besteht nur darin
ermordet zu werden
[200]  Zur Belehrung und Unterhaltung
Das führte jedoch zu einem Problem

Eine Frage des Ehrgefühls
Denn der Erzähler
wollte nicht von einem
Mörder abstammen!

Also gut, erfand er
einen weiteren Bruder!
Was bedeuten Fakten schon
in einer Geschichte?

Sie nannten unseren dritten Sohn Set
[210]  Ihm wurde Kains Leben zugeteilt
jedoch ohne den Brudermord. Schließlich
war er erst danach 'geboren' worden

Und nun war er es
der Bäume züchtete
Bohnen und Gräser
mit essbaren Samen

Nun war er es
der Kanäle grub
und ein Haus aus Lehm baute
[220]  mit einem stabilen Dach

Nun war er es
der Werkzeuge und
Bettgestelle herstellte
während die Nachkommen Kains

anderswo lebten, obwohl sie
fast die gleichen Namen trugen
Das ist eine Nachlässigkeit in der Geschichte
Warum die Namen nicht geändert?

Glücklicherweise bot die Sintflut
[230]  eine Lösung: Kains Nachkommen
ertranken, und von Sets Nachkommen
wurde Noah von Gott gerettet

Beim Wort Noah blickt Emzara auf
Während Lilith weiterredet, steht sie auf
und stellt sich neben Lilith

So windet sich die Fortsetzung
wie eine Schlange durch die Fakten
als poetische Zusammenfassung
der Evolution, vom Nichts

zum Menschen, vom Herumziehen
zu einem festen Wohnsitz
mit Gebräuchen und Verhaltensregeln
[240]  bis sie erschüttert werden

Lilith legt Emzara einen Arm um die Schulter

EMZARA [241-284] [E48] [L230] [M6]
Ein fester Wohnsitz...
Zum Glück hatten wir keins
Als die Sintflut kam
waren wir auf der richtigen Seite

der Berge
Unsere Verwandten
und Freunde aber nicht
Gott hat uns verschont, sagte Noah

Er ging mal nachsehen
[250]  Da war nichts zu sehen
nur Wasser, sagte er
Traben da Leichen herum? fragten wir

Er zuckte mit den Schultern
Nicht, dass ich welche gesehen hätte
sagte er. Sem wollte das nicht glauben
Er fantasierte darüber

Später, als er Kinder hatte
erzählte er ihnen seine Version
als sie ins Bett gingen
[260]  und machte daraus ein Märchen

Wir hatten keinen festen Wohnsitz
sagte er, außer in dem einen Jahr
als die Sintflut kam
da hatten wir eins

in einem sehr großen Boot
das Großvater gebaut hatte
um uns zu retten, und
es gab Gehege für alle Tiere

Damals führten wir ein ganz anderes Leben
[270]  in diesem großen Boot, nun ja
Gebräuche, Gewohnheiten...
Wir wären vor Langeweile erstarrt

wenn wir nicht so beschäftigt
gewesen wären, die Tiere
zu füttern und die Gehege
sauber zu halten

So erzählte er das
Dass es draußen absolut nichts zu sehen gab
Nur Wasser, überall Wasser
[280]  Auch das Paradies war überflutet

Emzara hält einen Moment inne

Lilith, du weißt das
du warst im Paradies
Wie war es dort?
Wo lag es?

LILITH [285-296] [L242] [E48] [M6]
Das war, als wir jung waren
und ständig aneinander dachten
Als wir noch unbekümmert lebten
Ohne Sorgen um die Zukunft

unseres Kindes
[290]  Es war kein besonderer Ort
nur: ein fruchtbarer Ort
Es war eine Lebensweise

Zusammen sein
Gemeinsam genießen
Harmonie
Frieden

EMZARA [297-469] [E221] [L242] [M6]
Wir Herumziehender
sehen das Paradies vor allem als
ein Leben in Frieden
[300]  in einem Land ohne Feinde

Ein freies Land, weit
mit grünen Wiesen
und Nuss- und Obstbäumen
Ich kenne drei Paradiese

Eines im Norden:
das Zweistromland
Eines im Süden:
das Flussdelta

Und eines in der Mitte:
[310]  hier, wo wir sind
das Flachland
das verflucht wurde

dennoch: ein Paradies, letztendlich
unser Land, leider verflucht
von uns selbst - absurder
kann man es sich nicht ausdenken!

Natürlich war es falsch
Was rede ich da! Tot!
Ich wollte tot sein!
[320]  Mein eigener Sohn, ausgerechnet!

Wie eine Schlange schlüpfte er
ins Innenzelt, zog mich
mit sich zum Bett
und wand sich aus seiner Haut

Aufgeregt riss er
an meinen Kleidern, zwang mich
auszuziehen und sah mich
wütend an

damit ich schwieg
[330]  Außerdem war niemand zu Hause
und ich wagte es nicht
meinem Mann davon zu erzählen

Frauen werden für weniger
verstoßen, und ich konnte es nicht
Ich war nichts mehr, tot
ja, ich wollte tot sein

Woher nahm ich die Kraft
aufzustehen und mich zu waschen
das Abendessen zu kochen
[340]  und so zu tun als wäre

nichts passiert
und alles vorbei
und er würde nicht zurückkommen?
Wäre er doch nur...

Schließlich hörte es auf
Seine Brüder erwischten ihn
und erzählten es ihrem Vater
Der nichts unternahm

Nicht einmal, als sich herausstellte
[350]  dass ich schwanger war
All die Monate der Anspannung
Wachsende Wut in seinem Bauch

Das Baby hatte dasselbe Gesicht
und denselben Körperbau wie Ham
Welche Gewissheit konnte das geben
über die Vaterschaft?

Für Noah aber war es klar
Er tobte, schrie
wilde Laute aus
[360]  um nicht zu fluchen

Doch einen Fluch erlegte er schon!
Wohlüberlegt, am Tisch -
die Männer und ich im Kreis
und das Baby auf meinem Schoß

Er ignorierte Ham
und traf ihn am schlimmsten
indem er auf das Kleine zeigte
und ganz ruhig sagte:

Kanaan und all seine Nachkommen
[370]  werden den anderen dienen
den Völkern Sems und Japhets
Es war eine Strafe Gottes

Was hätte er sonst tun sollen?
Seine Ehre war geschändet worden
und er war alt, nicht mehr so hart
wie während der Sintflut

Wie Sem es erzählte
hätte es so passieren können
Dass er oben an Deck stand
[380]  und die Ohren verschloss

vor seinen Geschwistern
und vor seiner Nichte
die ihr kleines Baby tauchte
in das steigende Wasser

das ihr bis zu den Lippen reichte
Das Vieh und die Vögel
waren bereits abgesoffen
Es war eine Strafe Gottes

Wir saßen im Inneren des Bootes
[390]  und hörten von Zeit zu Zeit Wasser
blubbern, letzte Atemzüge
Von Menschen, die wir kennen

Omas Eltern waren zu alt
um zu uns zu kommen, erzählte
Sem, und er machte daraus eine
Gruselgeschichte, mit die Nichte

und mit meinen Schwestern
Meine süßen Schwestern...
die in Sems Vorstellung
[400]  am Ufer standen und riefen

um mitkommen zu dürfen
Aber, mit Mama und den Tanten solltet
ihr nicht darüber reden, versicherte
Sem ihnen: ihr versteht das doch

sie haben ihre ganze Familie verloren
Das ist ein sensibles Thema
ihr solltet sie damit nicht traurig machen
Sie konnten wirklich nicht mitkommen!

Opa musste hart sein
[410]  Es war unmöglich, alle zu retten
Das Boot war schließlich nicht so groß
Und bei wem sollte er die Grenze ziehen?

Obendrein war es nicht seine Idee
So musste es von Gott sein
Der wollte neu anfangen
eine neue Welt sozusagen

Für die Kinder war es real
auch wenn Sem es sehr erzählte
Als merkwürdige Vorfälle
[420]  die man aus der Ferne

beobachtet, so wie
ich glaube, dass Gott
die Menschen betrachtet
mit Verwunderung

Kurze Sprechpause

Nun, Sems Geschichte ist nicht gänzlich gelungen denn so wie er sie darstellte ist Gottes Plan gescheitert
Es gab keinen Neuanfang, keiner reine Tisch Wir acht blieben, wer wir waren und unsere Kinder waren nicht so fromm wie Noah und ich

Wäre das mit Ham doch nur nicht passiert...

Kurze Sprechpause

Der Fluch wurde natürlich an die Kinder von Sem und Japhet weitergegeben
Und sie hielten sich für gute Menschen

Um mich, die Oma, und meine
Anständigkeit zu schonen, redeten sie
drumherum, was genau geschehen war
In ihrer Geschichte beschränkten sie

die Scham auf das Sehen
der Nacktheit Noahs
und, Gott sei's geklagt
die Schuld dafür schoben sie ihm!

Als ob es rührend wäre
dass er, der großartige
Vater der Menschheit
getrunken hätte!

Übrigens, ein Ackerbauer
mit einem Weingarten
war er nie!
Aber Kinder glauben alles

Und mit dieser Geschichte
machten sich Sem und Japhet
zu besseren Menschen
als ihr frommer Vater

Alles Lügen!
Auch zu meinem Besten
sagten sie, ja, wenn du zu den Männern
gehörst, für die Frauen Verführerinnen sind

In den besten Familien
kommt es nicht zu Vergewaltigung
und wenn doch
muss die Frau schuldig sein

Schuldig, selbst wenn sie deine Mutter ist
Und nun sitze ich hier, außerhalb der Stadt
im Land Kanaans
mein jüngster Sohn

Jerusalem, Stadt des Friedens
MIRIAM schüttelt ihr Haar zurück [M7] [L242] [E221]
[470]  Jerusalem, Jerusalem...

EMZARA [471-473] [E204] [L242] [M7]
...so wurde sie benannt, oh, möge das
nicht Krieg bringen! Denn
einen Fluch kann man nicht aufheben...

LILITH [474-477] [L246] [E224] [M7]
Oder doch. Ein wenig schon
Denn der Gott Noahs erließ damals
ja, schon damals, sein Fünftes Gebot:
Du sollst nicht töten!

MIRIAM [478-481] [M11] [L246] [E224]
Vielleicht wollte Noah
Kanaan schützen
[480]  vor übermäßiger Unterdrückung
durch die anderen

Rebekka [482-521] [R40] [L246] [E224] [M11]
Jerusalem, Jerusalem...
ist keine Stadt des Friedens
sondern ein grausamer Fels
Es ist die Hölle!

Dort unten, in der Schlucht des Hinnomtals
befindet sich das Tor zur Hölle!
Inmitten all dieser alten Gräber -
nahe der Unterwelt

[490]  Hierher kamen die Könige
Ahas und Manasse
um ein Opfer darzubringen
bevor sie zu einem neuen Krieg aufbrachen

Sie opferten dem himmlischen König
damit Er ihnen als irdische Könige
den Sieg gewähre
In vollem Ornat kamen sie, zum Überwachen

des Baus des langen Grabens
und dessen Füllung mit trockenen Ästen
[500]  die kurz vor der Zeremonie entlang der
gesamten Strecke angezündet wurden

Eltern hatten eines ihrer Kinder
einen Sohn oder eine Tochter, bestimmt
die Prüfung zu ertragen und von Anfang
bis Ende durch den Graben zu rennen

Die Könige mussten
mit gutem Beispiel vorangehen, mussten
einen ihrer Söhne bestimmen
obwohl sie das Ergebnis kannten

[510]  Die Teilnehmer verbrannten lebendig
und ihr Blut floss weg
in der Schlucht, in die Unterwelt
Verbrennende Tote, das ist die Hölle

Die Propheten erhoben Anklagen
doch es dauerte Jahrhunderte
bis das Tal zu einer Müllhalde wurde
um Opferrituale entgegen zu wirken

Und selbst dann wurden noch die Leichen
von Verbrechern auf dem Müll entsorgt
[520]  und in Brand gesetzt
Verbrennende Tote, das ist die Hölle


LILITH [522-537] [L262] [E224] [R40] [M11]
Das Fünfte Gebot funktioniert nicht
Und Gott scheint das hinzunehmen
Die Menschen müssen es
eben selbst herausfinden

Es ist etwas mit den Männern los
dass sie so leicht den Verstand
ihren gesunden Menschenverstand
verlieren und anfangen zu streiten

[530]  Und dann hören sie nicht
auf Nuancen und Erklärungen
Dann leugnen sie die Tatsachen
die ihnen nicht passen

Sie winden sich kleinlich
und stolz um sie herum; sie sind nicht so
weise wie ihre Mutter, ihre Schwestern
ihre Frau und ihre Töchter

EMZARA [538-541] [E228] [L262] [R40] [M11]
Warum glauben so viele Männer
sie müssten hart sein?
[540]  Und wir müssen ehrenhaft sein
Und fruchtbar

Miriam schließt sich ihnen an

REBEKKA [542-545] [R44] [L262] [E228] [M11]
Hauptsache, wir haben Söhne!
Das ist es, was zählt!
Und natürlich wollen sie
auch befriedigt werden...

LILITH [546] [L263] [E228] [R44] [M11]
Und dann können sie ganz zärtlich sein

MIRIAM zu Emzara [547-554] [M19] [L263] [E228] [R44]
Du warst fruchtbar
Ihr hattet drei Söhne
Noah konnte zufrieden sein
[550]  Du sagst, er sei ein harter Mann gewesen

Aber im Bett, wie war er dann?
Entspannt, sanfter, aufmerksam?
Zärtlich?
Hattet ihr Spaß?

EMZARA [555-558] [E232] [L263] [R44] [M19]
Ich erinnere mich nicht mehr so genau
Es ist vorbei, etwas Vergangenes
Es drehte sich alles um ihn
Ich habe mich angepasst

LILITH [559] [L264] [E232] [R44] [M19]
Und du, Miriam, wie war es für dich?

MIRIAM lächelt [560-571] [M31] [L264] [E232] [R44]
[560]  Ich brauchte keinen Mann, meine Brüder
kümmerten sich um die Männer
ich regelte die Frauenangelegenheiten
Ich mochte es nicht immer

aber wir hatten auch viel Spaß
Du weißt ja, im Frauenzelt
Und während der Nachmittagsruhe kann man
es sich so schön machen, wie man möchte

Das haben wir auch gemacht
ein paar von uns, meine besten Freundinnen
[570]  Nein, ich brauchte wirklich
keinen Mann im Bett!

REBEKKA [572-579] [R52] [L264] [E232] [M31]
Ich dachte, Abram sei alt, und nicht
besonders zärtlich, deshalb dachte ich
natürlich an einen der jungen Männer
aus unserer Gruppe

Es gab gutaussehende Jungs
Im wirklichen Leben habe ich sie natürlich
gemieden; ich weiß von ihren Fantasien
über Frauen; sie starren einen an

EMZARA [580-591] [E244] [L264] [R52] [M31]
[580]  Genau! Wenn ich draußen vor dem Zelt
beschäftigt war, und die Männer waren
zu Hause, dann legten sie es darauf an
mich zu sehen; je attraktiver eine Frau ist

desto länger starren sie
Und du kannst dich nicht danach kleiden
Im Wind falten sich die Kleider
immer dem Körper entsprechend

Sie schauen, und es kümmert sie nicht
dass wir es sehen!
[590]  Sie schauen, als wären sie der Wind
und würden unsere Haut berühren

REBEKKA [592-595] [R56] [L264] [E244] [M31]
Al jong leerde ik om dwars te zijn
Chagrijnig. Alleen bij jonge mannen!
Moeilijk doen en brutaal zijn
Dat voorkomt handtastelijkheden

EMZARA [596-599] [E248] [L264] [R56] [M31]
Thuis kun je dat niet!
Het ging Cham ook niet om mij
Hij had een droomvrouw in gedachten
Ja, dan kun je het met iedereen doen

LILITH [580-583] [L268] [E228] [R56] [M31]
[600]  Het gaf Adam een goed gevoel
als ik ervan genoot, en dat lukte
me beter door er wat romantiek
bij te fantaseren

EMZARA [538-541] [E228] [L262] [R40] [M11]
297 LILITH []
305 EMZARA []
309 REBEKKA
329 LILITH []
393 REBEKKA
397 LILITH []
401 REBEKKA
417 LILITH []
421 REBEKKA
437 LILITH []
465 REBEKKA
469 LILITH []
477 REBEKKA
478 EMZARA []
482 MIRIAM []

490 LILITH []
498 MIRIAM []

499 LILITH []
519 EMZARA []
523
MIRIAM []

539 EMZARA []
555
LILITH []
559 MIRIAM []

563 LILITH []
591 MIRIAM []

595 XX LILITH []
647 EMZARA []
651 MIRIAM []
663 EMZARA []
675 REBEKKA []
679 LILITH []
687 REBEKKA []
691 MIRIAM []
695 Het was een onzeker leven

Prämisse

Geschichten verzerren die Ereignisse.

Inhaltsangabe

Zusammenfassung

Jahreszahlen

Ein Gespräch über Adam, Noah, Abraham und Moses. Durch Erzählungen über unsere Vorfahren geben wir von Generation zu Generation weiter, dass wir besonders sind im Vergleich zu anderen. Vier Frauen, die dabei waren, erzählen aus ihrem wirklichen Leben.


Zywa De Bochten van de Slang

Duisternis
Gerommel in de verte
Het gaat waaien
De wind neemt af terwijl het licht wordt
Er staat een grote tent
Vier schimmen van vrouwen in de tent

Mirjam (zeventig jaar) en Rebekka (twintig jaar) zijn bezig op een eenvoudig weefgetouw

Emzara (vijftig jaar) is wol aan het spinnen met een spintol

Lilith (dertig jaar) is aan het dansen


LILITH komt naar buiten als een buikdanseres en maakt sierlijke bewegingen met haar armen; terwijl ze de mensen in de zaal luchtig toespreekt, blijft ze een beetje dansen [1-52]
Hoe vertel je iets?
Wat vertel ik over mijzelf?
Ik ben Lilith, maar jullie...
jullie noemen mij Eva

Ik ben de verstandige mens uit het verhaal
van de slang in het paradijs
die mij probeerde wijs te maken
dat Adam stiekem een ander had

Kijk maar in de put, zei de slang
[10]  daar zit ze in, daar verbergt hij haar
en ik keek, en ik zag daar
een heel mooi gezicht

En toen zou ik jaloers geworden zijn
Dat is zo'n verhaal
van niet zo slimme mensen
die een oordeel hebben

over domme blondjes
die gehoorzaam dienen te zijn
en niet van die ene boom mogen eten
[20]  Ja, ik ben die verstandige mens

uit het verhaal van de slang
die mij verleid zou hebben
omdat ik zogenaamd
zwak ben

Goed. Hoe vertel je iets?
Hoe vertel je bijvoorbeeld
aan je kinderen, waar
hun grootouders vandaan komen?

Kaïn bedacht God
[30]  die de eerste mens uit de klei getrokken
en de tweede uit diens rib gemaakt had
Kaïn wist nog niet hoe het zat

Het seksslurfje is juist een toevoeging
waarmee een tweede mens ontstond
en nu we dat weten
moeten we het noemen zoals het is:

God schiep de baarmoeder-mens
en met een aanpassing
ook de slurf-mens
[40]  Dus geen man en man-nin!

En ook geen fee en hoer meer
Geen man-fee en man-hoer
Geen bi-fee of non-bi-fee
Geen trans-fee en trans-hoer -

Het kan niet op, maar
laten we het liever
simpel houden: helemaal
geen ge-fee en ge-hoer!

Punt. Ik ben geen mannin
[50]  en ik ben zeker
geen mannequin, geen man-neke -
bekeken, maar niet gezien...

In de tent is het lichter geworden

MIRJAM roept [53-54] [M2] [L52]

Inderdaad, wij zijn geen mannekes
en ook geen mannin!

EMZARA mengt zich in de discussie [55-56] [E2] [L52] [M2]


Hoe wil jij de baarmoeder-mens
anders noemen dan: vrouw?
MIRJAM [57-58] [M4] [L52] [E2]
Wij zijn vrouwen
Heb je iets tegen dat woord?

LILITH [59-60] [L54] [M4] [E2]
Ja! Laten we het zoveel mogelijk
[60]  hebben over: mensen!

EMZARA [61-62] [E4] [L54] [M4]


Oh, lekker bevrijd uit de vaderhand
maar ook hartstikke onduidelijk!

MIRJAM [63-64] [M6] [L54] [E4]
Nou, emancipatie
daar zijn we nog lang niet klaar mee!

LILITH [65-240] [L230] [M6] [E4]
Daar gaat het me om!
We zouden mensen niet moeten scheiden
en de maatschappelijke ongelijkheid
niet in stand moeten houden!

Dat geeft problemen, op allerlei manieren
[70]  passen mensen niet in binaire systemen!
Maar, nog even over die zogenaamd
vrouwelijke woorden: fee en hoer

Feeën zijn gewoon: geesten
En wat hoeren betreft:
man-mensen gaan gemakkelijker
bij een vrouw-mens liggen

dan andersom, dus in de praktijk
zijn er meer man-hoeren
dan vrouw-hoeren, en veel meer
[80]  man-mensen verkrachten

Bij het woord verkrachten kijkt Emzara op
Terwijl Lilith verder praat, staat Emzara op
en loopt ze door de tent


een vrouw-mens dan andersom
Zij zijn de hoeren!
Voor vrouw-mensen is de term
discriminerend, stigmatiserend, onbruikbaar!

Man-mensen zijn hoeren
als ze uit zijn op een gelegenheid
om hun opgewonden slurfje
in een ander te steken

Emzara kijkt indringend naar Lilith
Terwijl Lilith verder praat, loopt Emzara naar haar toe
Ze gaat bij haar in de buurt zitten


Een definitie: hoeren zijn mensen
[90]  die veel seksuele partners hebben
Noem ze batsers -
man, vrouw, wat dan ook

Batser is voor iedereen bruikbaar
net zoals het woord mens
In de maatschappij
is iedereen: mens!

Alleen thuis
blijft er een verschil
Thuis houden we de woorden
[100]  vader en moeder in ere:

er zijn twee
verschillende mensen nodig
om kinderen voort te brengen
en groot te brengen

Korte spreekpauze

Hoe vertel je iets?
Welke woorden kloppen?
Kaïn bedacht God
als onze vader-moeder

Ach, mijn ouders...
[110]  Ik ben de enige
die nog aan hen denkt, de enige
die hen echt heeft gekend

Wanneer ik hen noem
krijgt Adam altijd een vage blik
Dan humt hij wat
en ben ik alleen

In het begin viel het niet zo op
dat hij niet graag op bezoek ging
We waren verliefd
[120]  en het liefst met zijn tweeën

En toen werden we zelf ouders
al heeft het wel even geduurd
voor ik er aan toe was
en hem in mij liet komen...

en Kaïn werd geboren
Ons leven veranderde!
We genoten van onze baby
maar de paradijselijke tijd was voorbij

Adam ging er voortaan vaak alleen op uit
[130]  Ik had hem geleerd om op te letten
waar de fruitbomen staan
en te vertrouwen op zijn neus

om te weten waar de vruchten rijp zijn
En ik had hem geleerd
om vroeger op te staan
dan de anderen, al in het maanlicht

op pad te gaan
om net iets verder weg
de eerste te zijn, degene
[140]  die het rijpe fruit plukt

Daar was hij niet helemaal
tevreden mee, hij is zo
trots
En ik weet nog dat hij niet durfde

om een vrucht op te eten, maar
omdat ik er niet ziek van werd
kon ik hem verleiden
tot een hapje

Toch werd hij boos
[150]  in plaats van me te bedanken
Dan draait hij wel weer bij, maar fruit
plukken vond hij nooit zijn werk

Kaïn had dat al gauw door
en heeft toen het paradijs bedacht
met de boom en de slang
en Gods verbod

want als je God eenmaal in je hoofd hebt
krijg je hem er niet meer uit, je moet
er steeds een vervolg bij verzinnen
[160]  zoals het verhaal van de appel

Nu is het Rebekka die opkijkt en dichterbij komt zitten

of de vijg, een rijpe vrucht
met de slang die ons verleidde
en de kennis die we opdeden
en de reis die we maakten

Adam liep voorop
Hij wist de weg, zei hij
En ik hield mijn mond
Hij volgde gewoon de rivier

zegt Lilith met een lachje; ze verandert van positie

Toen Kaïn aan zijn kinderen
[170]  wilde uitleggen waarom
we steeds verhuisden
verzon hij een engel

die ons had weggestuurd
om de wereld te gaan ontdekken
en overal voor de dieren
en de planten te gaan zorgen

En tegen de tijd van Methusalem
hadden zijn kindskinderen
het verhaal nog verder uitgebreid
[180]  want als Adam en ik de eersten waren

die iets verkeerds hadden gedaan
dan moest blijkbaar ook verteld
worden wie de eerste was
die een mens had gedood

Een mens, niet een dier
dat je opeet om in leven te blijven
maar onbegrijpelijk
maar een mens zoals jijzelf!

Mirjam schudt haar hoofd en kijkt Rebekka aan

En dat werd Kaïn zomaar
[190]  in de schoenen geschoven!
Voor het moordverhaal kreeg hij
een broer toebedeeld

Over hem hebben ze niet veel
bijzonders verzonnen
Hij is van bordkarton
Een bijrol

die geen tekst heeft
want hij dient er slechts toe
om vermoord te worden
[200]  Ter lering en vermaak

Het schiep wel een probleem
Een kwestie van eergevoel
Want de verteller wilde niet
afstammen van een moordenaar!

Dus vooruit, hij verzon
er nog een broer bij!
Wat doen feiten ertoe
bij een verhaal?

Ze noemden onze derde zoon Set
[210]  Hij kreeg het leven van Kaïn toebedeeld
maar dan zonder de broedermoord
Hij was immers daarna pas 'geboren'

En nu was hij het
die bomen kweekte
bonen en grassen
met eetbare zaden

Nu was hij het
die kanaaltjes groef
en van leem een huis bouwde
[220]  met een stevig dak

Nu was hij het
die gereedschap maakte
en ledikanten timmerde
terwijl de nakomelingen van Kaïn

'ergens anders' leefden, al hadden ze
wel nagenoeg dezelfde namen
Dat is een slordigheidje in het verhaal
Waarom de namen niet veranderd?

Gelukkig kwam daar door de Zondvloed
[230]  een oplossing voor: het nageslacht
van Kaïn verdronk, en van Set's
nakomelingen werd Noach gered door God

Bij het woord Noach kijkt Emzara op
Terwijl Lilith verder praat, staat ze op
en gaat ze naast Lilith staan


Zo kronkelt het vervolgverhaal
als een slang tussen de feiten door
als een poëtische samenvatting
van de evolutie, van niets

tot aan de mens, van rondtrekken
tot aan een vaste woonplaats
met gewoontes en gedragsregels
[240]  tot die opgeschud worden

Lilith slaat een arm om Emzara heen

EMZARA [241-284] [E48] [L230] [M6]
Een vaste woonplaats...
Die hadden we gelukkig niet
Toen de Zondvloed kwam
zaten we aan de goede kant

van de bergen
Maar onze familieleden
en vrienden niet
God heeft ons gespaard, zei Noach

Hij is nog gaan kijken
[250]  Er was niets te zien
alleen maar water, zei hij
Dreven er lijken? vroegen wij

Hij haalde zijn schouders op
Niet dat ik gezien heb, zei hij
Sem wilde dat niet geloven
Hij fantaseerde erover

Later, toen hij kinderen had
vertelde hij hen een eigen versie
wanneer ze naar bed gingen
[260]  en hij maakte er een sprookje van

We hadden geen vaste woonplaats
zei hij, behalve dat ene jaar
toen de Zondvloed kwam
toen hadden we het wel

in een heel grote boot
die opa gebouwd had
om ons te redden, en
er waren hokken voor alle dieren

Toen hadden we een heel ander leven
[270]  binnen in die grote boot, tja
gewoontes, gebruiken...
We zouden stijf geworden zijn

van verveling als we het niet
zo druk hadden gehad
met het voeren van de dieren
en het schoonhouden van de hokken

Zo vertelde hij dat allemaal
Er was helemaal niets te zien
Alleen maar water, overal water
[280]  Ook het paradijs was verdronken

Emzara pauzeert even

Lilith, jij weet dat
jij was in het paradijs
Hoe was het daar?
Waar was het?

LILITH [285-296] [L242] [E48] [M6]
Dat was toen we jong waren
en de hele tijd aan elkaar dachten
Toen we onbekommerd leefden
Zonder zorgen om de toekomst

van ons kind
[290]  Het was geen speciale plek
alleen: een vruchtbare landstreek
Het was een manier van leven

Samenzijn
Samen genieten
Harmonie
Vrede

EMZARA [297-469] [E221] [L242] [M6]
Wij Rondtrekkers
zien het paradijs vooral als
een leven in vrede
[300]  in een land zonder vijanden

Een vrij land, ruim
met grazige weiden
en noten- en fruitbomen
Ik ken drie paradijzen

Een in het noorden:
het Tweestromenland
Een in het zuiden:
de Rivierdelta

En een in het midden:
[310]  hier, waar we zijn
het Laagland
dat vervloekt is

maar toch: een paradijs, uiteindelijk
ons land, helaas vervloekt:
door onszelf - ongerijmder
kun je het niet bedenken!

Natuurlijk deugde het niet
Wat zeg ik! Dood!
Dood wilde ik!
[320]  Mijn eigen zoon nog wel!

Als een slang glipte hij
de binnentent in, trok me
mee naar het bed
en wurmde zich uit zijn huid

Opgewonden sjorde hij
aan mijn kleren, dwong me
om me uit te kleden en keek
me woedend aan

om me de mond te snoeren
[330]  Er was trouwens niemand thuis
en ik durfde het niet
aan mijn man te vertellen

Vrouwen worden om minder
verstoten, en ik kon het niet
Ik was niets meer, dood
wilde ik

Waar haalde ik de energie vandaan
om op te staan en me te wassen
het avondeten te maken
[340]  en te doen alsof

er niets aan de hand was
en het voorbij was
en hij niet meer zou komen?
Was hij maar...

Uiteindelijk hield het op
Zijn broers betrapten hem
en vertelden het hun vader
Die niets deed

Ook niet toen
[350]  ik zwanger bleek te zijn
Al die maanden spanning
Groeiende woede in zijn buik

De baby had hetzelfde gezicht
en dezelfde bouw als Cham
Wat voor zekerheid kon dat geven
over het vaderschap?

Maar voor Noach was het duidelijk
Hij tierde, schreeuwde
woeste klanken
[360]  om niet te vloeken

maar vervloeken deed hij wel!
Weloverwogen, aan tafel -
de mannen en ik in een kring
en de baby op mijn schoot

Hij negeerde Cham
en trof hem op zijn ergst
door naar de kleine te wijzen
en heel rustig te zeggen:

Kanaän en al zijn nakomelingen
[370]  zullen de anderen dienen
de volken van Sem en Jafet
Het was een straf van God

Wat kon hij anders?
Zijn eer was geschonden
en hij was oud, niet zo hard
als met de Zondvloed

Zoals Sem het vertelde
zou het gebeurd hebben kunnen zijn
Dat hij boven op het dek stond
[380]  en zich zich doof hield

voor zijn broers en zussen
en voor zijn nichtje dat zelf
haar baby'tje onderdompelde
in het stijgende water

dat aan haar lippen stond
Het vee en de vogels
waren al verzopen
Het was een straf van God

Wij zaten binnen in de boot
[390]  en hoorden van tijd tot tijd
water borrelen, laatste adems
Van mensen die we kennen

Oma's ouders waren te oud
om naar ons toe te komen, vertelde
Sem, en hij maakte er een griezel-
verhaal van, met dat nichtje

en met mijn zusjes
Mijn lieve zusjes...
die in Sem's fantasie
[400]  op de oever stonden te roepen

om met ons mee te mogen
Maar, met mama en de tantes
moet je daar niet over praten
bezwoor Sem hen: dat snap je wel

die zijn heel hun familie kwijtgeraakt
Dat ligt gevoelig, daar moet je
hen niet verdrietig mee maken
Ze konden echt niet mee!

Opa moest hard zijn
[410]  Het was onmogelijk om iedereen te redden
Zo groot was de boot nu ook weer niet
En bij wie zou hij de grens moeten trekken?

Bovendien was het niet zijn idee
Het moest zo van God
Die wilde opnieuw beginnen
Een nieuwe wereld als het ware

Emzara verandert van positie

Voor de kinderen was het echt
ook al vertelde Sem het heel luchtig
Als curieuse voorvallen
[420]  die je vanaf een afstand

observeert, zo'n beetje
zoals ik denk dat God
met verwondering
de mensen beschouwt

Korte spreekpauze

Nou ja, Sem's verhaal
is niet helemaal gelukt
want zoals hij het bracht
is Gods plan mislukt

Er was geen nieuw begin, geen schone lei
[430]  Wij met zijn achten bleven wie we waren
en onze kinderen waren niet zo vroom
als Noach en ik

Was dat met Cham maar niet gebeurd...

Korte spreekpauze

De vloek werd natuurlijk doorverteld
aan de kinderen van Sem en Jafet
En ze voelden zich goede mensen

Om mij, Oma, en mijn eerbaarheid
te ontzien, draaiden ze er omheen
wat er precies gebeurd was
[440]  In hun verhaal beperkten ze

de schande tot het zien
van Noachs naaktheid
en de schuld daarvan
legden ze godgeklaagd bij hemzelf!

Alsof het aandoenlijk is
dat hij, de geweldige
vader van de mensheid
gedronken zou hebben!

Trouwens, een akkerbouwer
[450]  met een wijngaard
is hij nooit geweest!
Maar kinderen geloven alles

En met dit verhaal
maakten Sem en Jafet zich
tot betere mensen
dan hun vrome vader

Allemaal leugens!
Ook voor mijn bestwil
zeiden ze, ja, als je zo'n man bent
[460]  voor wie vrouwen verleidsters zijn

In de beste families
komt verkrachten niet voor
en als dat toch gebeurt
moet de vrouw wel schuldig zijn

Schuldig, zelfs als ze je moeder is
En nu zit ik hier, buiten de stad
in het land van Kanaän
mijn jongste zoon

Jeruzalem, stad van vrede

MIRJAM schudt haar haren naar achteren [M7] [L242] [E221]
[470]  Jeruzalem, Jeruzalem...

EMZARA [471-473] [E204] [L242] [M7]
...is ze genoemd, o, als dat
maar geen oorlog brengt! Want
een vloek maak je niet ongedaan...

LILITH [474-477] [L246] [E224] [M7]
Toch wel. Een beetje
Want de god van Noach vaardigde toen
ja toen al, zijn Vijfde Gebod uit:
Gij zult niet doden!

MIRJAM [478-481] [M11] [L246] [E224]
Misschien wilde Noach
Kanaän beschermen tegen een
[480]  te vergaande onderdrukking
door de anderen

REBEKKA [482-521] [R40] [L246] [E224] [M11]
Jeruzalem, Jeruzalem...
is geen stad van vrede
maar een wrede rots
Het is de Hel!

Daar beneden, in de kloof van het dal
van Hinnom, daar is de poort tot de Hel!
Tussen al die oude graven -
dichtbij de onderwereld

[490]  Hier kwamen de koningen
Achaz en Manasse offeren
wanneer ze hun zoveelste oorlog
gingen voeren

Ze offerden aan de hemelse Koning
opdat Hij hun als aardse koning
de overwinning zou schenken
In vol ornaat kwamen ze toezien

op de aanleg van de lange greppel
en het vullen ervan met droge takken
[500]  die vlak voor de ceremonie
over de hele linie aangestoken werden

Ouders hadden een van hun kinderen
een zoon of een dochter, aangewezen
om de proef te doorstaan en van begin
tot eind door de greppel te rennen

De koningen moesten wel
het voorbeeld geven, moesten wel
een van hun zonen aanwijzen
ook al kenden zij de afloop

[510]  De deelnemers verbrandden levend
en hun bloed vloeide weg
in de kloof, de onderwereld in
Brandende doden, dat is de Hel

De profeten klaagden erover
maar het heeft eeuwen geduurd
voor het dal een vuilnisbelt werd
om het offeren tegen te gaan

En nog werden toen op het afval
de lijken van misdadigers gedumpt
[520]  en in brand gestoken
Brandende doden, dat is de Hel

LILITH [522-537] [L262] [E224] [R40] [M11]
Het Vijfde Gebod werkt niet
En God berust daar blijkbaar in
De mensen moeten het zelf
maar zien op te lossen

Er is iets met mannen
dat ze zo gemakkelijk hun verstand
hun gewone, gezonde verstand
verliezen en aan het vechten slaan

[530]  En dan luisteren ze niet
naar nuances en verklaringen
Dan ontkennen ze de feiten
die hen niet zinnen

Ze kronkelen er kleinzielig
en trots omheen; ze zijn niet zo
wijs als hun moeder, hun zussen
hun vrouw en hun dochters

EMZARA [538-541] [E228] [L262] [R40] [M11]
Waarom denken zoveel mannen
dat ze hard moeten zijn?
[540]  En wij moeten eerbaar zijn
En vruchtbaar

Mirjam komt erbij staan

REBEKKA [542-545] [R44] [L262] [E228] [M11]
Als we maar zonen krijgen!
Daar gaat het om!
En natuurlijk willen ze
ook bevredigd worden...

LILITH [546] [L263] [E228] [R44] [M11]
En dan kunnen ze best lief zijn

MIRJAM tot Emzara [547-554] [M19] [L263] [E228] [R44]
Jij was vruchtbaar
Jullie hadden drie zonen
Noach kon tevreden zijn
[550]  Je zegt, dat hij een harde man was

Maar in bed, hoe was hij dan?
Ontspannen, zachter, attent?
Lief?
Hadden jullie plezier?

EMZARA [555-558] [E232] [L263] [R44] [M19]
Ik weet het niet zo goed meer
Het is voorbij, iets van vroeger
Het ging om hem
Ik paste me aan

LILITH [559] [L264] [E232] [R44] [M19]
En jij, Mirjam, hoe was dat bij jou?

MIRJAM glimlacht [560-571] [M31] [L264] [E232] [R44]
[560]  Ik had geen man, ook niet nodig
Mijn broers deden de mannen
ik regelde de vrouwenzaken
Dat was soms niet zo leuk

maar we hadden ook veel plezier
Je kent dat wel, in de vrouwentent
En tijdens de middagrust kun je
het zo fijn maken als je wilt

Dat deden we ook
Een paar van ons
[570]  Mijn beste vriendinnen
Nee, geen man in bed!

REBEKKA [572-579] [R52] [L264] [E232] [M31]
Ik vond Abram oud, en niet speciaal lief
dus dan dacht ik vanzelf
aan een van de jongemannen
van onze groep

Er waren mooie jongens...
In het echt ging ik ze natuurlijk
uit de weg; ik weet van hun fantasieën
over vrouwen; ze staren naar je

EMZARA [580-591] [E244] [L264] [R52] [M31]
[580]  Precies! Als ik buiten de tent
bezig was, en de mannen waren thuis
dan waren ze eropuit om me te zien
Hoe aantrekkelijker een vrouw is

hoe langer ze kijken
En je kunt je er niet op kleden
In de wind plooien kleren
zich altijd naar je lichaam

Ze kijken, en het kan hen niet schelen
dat wij dat zien!
[590]  Ze kijken, alsof ze de wind zijn
en onze huid betasten

REBEKKA [592-595] [R56] [L264] [E244] [M31]
Al jong leerde ik om dwars te zijn
Chagrijnig. Alleen bij jonge mannen!
Moeilijk doen en brutaal zijn
Dat voorkomt handtastelijkheden

EMZARA [596-599] [E248] [L264] [R56] [M31]
Thuis kun je dat niet!
Het ging Cham ook niet om mij
Hij had een droomvrouw in gedachten
Ja, dan kun je het met iedereen doen

LILITH [580-583] [L268] [E228] [R56] [M31]
[600]  Het gaf Adam een goed gevoel
als ik ervan genoot, en dat lukte
me beter door er wat romantiek
bij te fantaseren

MIRJAM [584-587] [M35] [L268] [E228] [R56]
Gek toch, dat mensen intiem
bij elkaar zijn, en dan tegelijkertijd
vaak juist niet bij elkaar zijn
maar in hun eigen fantasie...

LILITH [588-595] [L276] [E228] [R56] [M35]
Weet je, hij kon zich niet overgeven
Niet aan mij, aan niemand
[610]  Ook niet aan dat idee van Kaïn
die Almachtige God

Misschien waren we allebei wel
slangen-mensen. Hij glipte geestelijk
tussen mijn opvattingen door, en ik
glipte lichamelijk uit zijn vaste greep

REBEKKA [596-598] [R59] [L276] [E228] [M35]
Bij Abram zou je dat niet gelukt zijn
Je zou het misschien niet verwachten
bij een oude man, maar

MIRJAM [599-602] [M39] [L276] [E228] [R59]
Zeker! Oude mensen, ook als ze
[620]  mager zijn als een skelet
zijn vaak erg sterk, ze klemmen
je vast als een roofdier

REBEKKA [603-618] [R75] [L276] [E228] [M39]
Alleen mijn lieve Jakob
Die was zachtaardig
Hij vertelde graag verhalen
Mijn nichtjes waren blij met hem

Wie wil er niet een man die aandacht
aan je besteedt en niet alleen maar
met zijn eigen dingen bezig is
[630]  totdat hij naar bed gaat

en jij bij hem moet komen liggen?
Volgens mij is er iets misgegaan
bij de schepping
Zoals het nu gaat

komen er wel steeds kinderen
en wordt het leven doorgegeven
maar de manier waarop...
Had die niet anders gekund?

LILITH [619-646] [L304] [E228] [R75] [M39]
Dat is mijn punt
[640]  We zouden ermee moeten beginnen
om zoveel mogelijk te spreken
over mensen, personen

en alleen als het ertoe doet
onderscheid te maken
tussen vrouwen en mannen
We zouden veel meer

neutraal kunnen spreken -
geen jongens- en meisjesnamen
gebruiken, maar neutrale namen
[650]  zonder geslachtelijke uitgang

Dan schep je voor de kinderen
een ander beeld van het leven
En als er iemand iets gedaan heeft
heeft een mens het gedaan

Meestal doet het er helemaal niet toe
of die mens man, vrouw, bi, enzovoorts is
Een mens heeft iets gedaan
en wanneer je dat afkeurt

keur je die daad af
[660]  en soms ook de mens
En je leert dat misdaden
iets menselijks zijn

zonder dat je het veralgemeniseert
tot iets waartoe vooral vrouwen
of vooral mannen in staat zijn
of geneigd zijn

EMZARA [647-648] [E230] [L304] [R75] [M39]
Nee! Het geslacht maakt echt wel uit
Mannen en vrouwen zijn zo verschillend!

MIRJAM [649-652] [M43] [L304] [E230] [R75]
En dat blijven ze
[670]  ook in hun gedrag
zolang we niet weten hoe
we hen anders kunnen opvoeden

EMZARA [653-664] [E242] [L304] [R75] [M43]
Lilith, jij wilt de schepping
overdoen, of fundamenteel aanpassen
Wat haal je in je hoofd?!
Mensen zijn zoals ze zijn

daar valt niets aan te knutselen!
En ik denk dat 'man' en 'vrouw'
juist de twee woorden zijn
[680]  die de meeste betekenis hebben

Ze zeggen veel
over het leven dat je leidt
Dat is zo anders
voor mannen en vrouwen!

REBEKKA [6-6] [R] [L304] [E2] [M43]
Dat ik hier nog steeds zit!
En dat ik hier heb geleefd
altijd in de buurt
van deze onheilsplek!

Want dat offeren
van een bloedeigen kind
kwam niet uit de lucht vallen
Er was een eerste keer!

En wat zal ik zeggen?
Mijn oudoom? Mijn man?
De vader van mijn kinderen?
Hij dus. Hij was de dader!

En ik ben Rebekka, zijn derde vrouw
Met mijn familie was ik in de bergen
van Harran gebleven, toen Terach stierf
en Abram en Lot naar het zuiden gingen

Zo was het in Ur ook gegaan
Toen Nachor senior overleed, hoefde
Terach niet meer voor hem te zorgen
en greep hij zijn kans

Beter laat dan nooit!
Met twee zonen, een kleinzoon
de vrouwen, en de kuddes
trokken ze omhoog langs de rivier

door het Noordparadijs
het Tweestromenland
Dat was vruchtbaar, dus overal bezet
Voor Rondtrekkers was er geen plaats

Zo kwamen ze terecht in Harran
waar mijn vader en al zijn broers en zussen
geboren zijn, en toen ook ik
We trokken er rond over de heuvels

aan de voet van de bergen
met hun witte toppen
De winters waren koud
de grond was hard, en het gras was stug

Abram en Lot waren maanden onderweg
en met elke stap lieten ze de wereld
van hun ouders verder achter zich
Ze spraken over God

en haalden hun schouders op
over de huisgoden van mijn familie
die mij zo vertrouwd zijn
Eén god vonden ze genoeg

zeker als die god de machtigste is
dus in feite de enige echte god is
El Sjaddai, de Almachtige God
de god die Abram zich toe-eigende

Hij droomde ervan, zag visioenen
en werd wakker met Gods belofte
dat Kanaän zijn thuisland zou worden
Kanaän, het land van de mensen

die zijn stam zouden dienen
zoals Noachs vervloeking luidde
Mijn kleinkinderen hebben dat vastgepind
op een plechtige bezegeling

van een verbond:
de wederzijdse beloftes van Abram en God -
Kanaän, voorspoed en een groot nageslacht
tegenover de overgave aan Gods Wil

en het besnijden van de jongens
om hen aan het verbond te herinneren
Ze noemen hem Abraham, Edele Vader
alsof God dat zo heeft beschikt

EMZARA []
Maar wat is er nu zo edel
aan zijn claim op Kanaän?
Het volk van mijn jongste zoon zou hem
de grote Abraham, moeten dienen?

Dat zou God gewild hebben?
Dat heeft God Noach laten bekendmaken?
Ik geef toe, dat Noach het gezegd heeft
maar die was nu eenmaal ouderwets

LILITH []
Haha, Noach was ouderwets!
Daar gaan we, met Gods nieuwe begin!
Een schone lei toch?
Met brave, gehoorzame mensen!

EMZARA []
Ja, dat is het punt!
Gehoorzaamheid, onderwerping
Wat dat betreft was Noach net als God
Wij moesten hem gehoorzamen

En toen zei hij dus dat Kanaän
de kinderen van zijn broers zou
moeten gehoorzamen; hij zou niet eens
echt de baas zijn over zijn eigen familie!

Dat is geen patriarchaat meer
Dat is kolonialisme. Het deugt niet!
Mannen die de baas spelen
over vrouwen zijn idioten

en mannen die in staat zijn
om een vrouw te verkrachten
zijn verdorven, mijn eigen zoon
als eerste, maar onderling

dienen mannen elkaar te respecteren
anders blijven we nergens
dan komt er oorlog
want niemand wil een kolonie zijn

REBEKKA []
Maar goed, jaren later
was Abram rijk genoeg
om mij op te laten halen
Ik moest hem meer zonen gaan geven

Dochters had hij al genoeg
maar over hen hoor je nooit iemand
Die konden toch nooit de leiding krijgen
en de kudde hoeden; dat is mannenwerk

Aan dat besluit om mij op te halen
is heel wat voorafgegaan
Het was al jaren zo
dat Abram slechts twee zonen had

De tweede telde het meest
want die was van zijn eerste vrouw
en die was van dezelfde stam
een halfzus (en ik ben een achternicht)

Maar goed, die tweede, Isaak
die viel hem tegen, die was niet
de gedroomde stamhouder -
meer een doetje, zo anders

dan zijn grote broer
Hoe dan ook, voor talrijke nakomelingen
was meer nodig, en God was aan zet
om Zijn belofte gestand te doen

Voor wat, hoort wat
dacht hij, maar wat is dat dan?
Hoeveel schapen? Een voor elke
zoon en kleinzoon, enzovoorts?

Hij kwam er niet uit
Tot hij zich bewust werd
van de gedachte, dat alleen
datgene, dat hem het liefste was...

Hij bad om een beter idee
maar de zwarte gedachte bleef
dus kon hij niet anders:
hij ging de Rots op

En hij deed het
Hij heeft het gedaan!
Oh, de weloverwogen waanzin!
Van een halfhartige gelovige!

Hij bond zijn zoon vast
op een rotsblok, sneed snel
de keel door - zovele kelen
had hij al laten leegbloeden

Dat hoorde erbij, we moeten eten
van de kudde die we verzorgen
Maar toen, op de Rots, at hij niet
Hij liet het lichaam verkolen

En brandende doden, dat is de hel!
In ieder geval voor Sarai
toen hij thuiskwam
zonder hun zoon

Ze stierf van verdriet
en ik werd de verzorgster van Abram
de moeder van twee zonen, een tweeling
Dat verlichtte zijn wroeging

Hij was dol op onze zonen
vooral op Esau, een sterke, stoere man
een goede jager ook
Een echte Rondtrekker!

Jakob was huiselijk, gezellig
Hij bleef liever op dezelfde plaats
Hij was een halve boer
zoals Laban, mijn broer in Harran

LILITH []
Ja, dat is Gods opdracht:
Verspreid je over de aarde
maar doe dat om haar te bewerken
De mens moet ploegen en zwoegen!

REBEKKA []
Ik vond Jakob de beste
om Abrams opvolger te worden
Met een list regelde ik dat
God vond het blijkbaar goed

LILITH []
Het was God die jou op het idee bracht!
Hij stuurt de mensen, Hij helpt ze
om zich aan Zijn opdracht te houden:
Ze moeten de aarde bewerken

Natuurlijk mogen ze dromen
van het paradijs
fantaseren hoe het eruitziet
Dat is een goede stimulans

om met eigen handen
aan een eigen paradijs te werken
en te scheppen hoe het kan zijn
als ze goed hun best doen

Maar ze moeten niet gaan dromen
dat het er nog is, dat ze
alleen maar hoeven rond te trekken
Op Rondtrekkers rust geen zegen!

REBEKKA []
We hebben natuurlijk wel gelogen
Alletwee, Jakob en ik
Ik schaam me ervoor
dat we dat gedaan hebben

LILITH []
De slang in het paradijs
was toch ook Gods idee! Daarom
is Jakob af en toe een slangenmens
die met gespleten tong

zijn oude vader kon misleiden
Ja, een slangenmens!
Denk eens aan zijn gevecht
met de engel!

Die God zelf bleek te zijn!
Hoe hij alle klappen wist te ontwijken!
Niks aan de hand!
Alleen een gebroken heup!

Jouw man heeft toch ook gevochten
met een engel, hier op deze berg!
Wat mannen allemaal niet verzinnen
om hun gezicht te redden!

REBEKKA []
Ja, toen hij het vuur wilde aansteken
kreeg hij een aanvechting
Hij vocht tegen zichzelf
als tegen een engel

Ze vochten om het mes
en Abram won
Sarai, arme Sarai
heeft daarna geen woord meer gezegd

en Abram zweeg erover
maar natuurlijk werd er over gepraat
Jakob vertelde zijn kinderen
dat zijn vader spijt kreeg

en Isaak weer losmaakte
omdat er een engel verscheen
en ik ging daarin wel mee
maar de spijt liet ik weg

Alleen de engel bleef over
De daad was te gruwelijk
Geen vader die zoiets doet
Geen god die zoiets vraagt

En als hij het al vraagt
laat hij het niet toe
als hij de ware god is
Nou ja, dat werd dus het verhaal

En Isaak kreeg een plaats
tussen de grote namen van de voorvaders
Er overkwam hem niets, daarom
leefde hij het langst van allemaal

LILITH []
Grappig
Dat is toch grappig!
Kaïn vermoordt zogenaamd Abel, en
Abraham vermoordt Isaak zogenaamd niet!

LILITH danst

REBEKKA []
En hij moest natuurlijk zonen krijgen
om Gods belofte netjes uit te laten komen
Abrams volk moest groeien, vanaf Isaak
En toen kwam ik in beeld

Ik was zoveel jonger dan Abram
dat onze kleinkinderen gemakkelijk
konden geloven dat ik niet met hem
maar met Isaak getrouwd was

LILITH []
Probleem opgelost!

REBEKKA []
En de belofte kwam uit
Jakob kreeg twaalf zonen
Nou ja, niet echt, maar dat was
nu eenmaal het goede aantal

EMZARA []
Hm! Vooral de beroemdste zoon
Jozef ja, die is erbij verzonnen!
Het is gewoon kolonialisme!
Een tijdlang zijn ze in Egypte geweest

en dan, toen het regime instortte
en ze daar weg konden, namen ze
meteen maar de beroemdste
buitenlander die er rondliep, mee!

MIRJAM []
Dat was inderdaad een Aziaat
Niet een van ons
Maar al gauw was er niemand meer
die tegen kon spreken

dat hij bij ons volk hoorde
Voor ons was het Jozef
In Egypte heette hij Joeja
Hij adviseerde de farao's

LILITH []
Misschien was hij wel wijzer dan Salomo!

MIRJAM []
Ja, het was indrukwekkend
Natuurlijk is het al die jaren doorverteld
alsof de verteller er zelf bij was
Mensen houden van mooie verhalen

Trouwens, we namen zijn botten
niet mee; dat zou onmogelijk
geweest zijn, want hij lag 700 km
van ons vandaan begraven

Pas toen Mozes op onze tocht
door de woestijn over vroeger vertelde
en we de verhalen hoorden, zoals
van Joeja, die zijn opa was en de titel

Geliefde Vader van de Farao droeg
pas toen werd hij belangrijk voor ons
en werd hij ook onze opa, Jozef -
uiteraard de lieveling van Jakob

Hij kon dromen uitleggen
en bereidde als grootvizier
het land in de zeven vette jaren
voor op zeven magere jaren

LILITH []
Verhalen zijn van iedereen
En zeker van Rondtrekkers
Zo zou het met alles moeten zijn:
dat mensen delen met elkaar!

EMZARA []
Precies! Eerlijk en open
Geen bazigheid over anderen
en niet de hebberigheid van:
dit verhaal is van ons!

Niet van een Aziaat iemand van ons
maken, niet zomaar het verhaal
van koning Sargon overnemen -
zeg maar gerust: inpikken!

In mijn tijd kende iedereen dat verhaal
Dat een baby'tje kwam aandrijven
in een biezen mand en geadopteerd is
door een prinses

Een gestolen verhaal!
Ja, het is wel mooi, maar
het gaat over een andere koning
en over een andere god!

MIRJAM []
Dat verhaal van Sargon ken ik niet
en in ieder geval is onze Mozes
niet komen aandrijven
Hij was de kroonprins

Hij is gewoon geboren in het paleis
niet waar wij woonden, maar ver weg
aan het hof in het zuiden
Er was wel een aanknopingspunt

voor het vondeling-verhaal:
de farao, zijn vader
was in een machtsstrijd verwikkeld
met de priesters van Schepper-Amon

dus werd de kleine Mozes
naar de tempel van Schepper-Ptah
gebracht, hier bij ons
in de Rivierdelta was het veiliger

EMZARA []
Hèhè! Het verhaal paste:
Mozes stond tegenover de Egyptische macht
Hij hoorde er niet bij, net als wij
Hij was een van ons!

LILITH []
Een beetje maar - dat hij er niet
bij hoorde. Zijn opa mag dan
een buitenlander zijn, maar hijzelf
was toch maar mooi de kroonprins!

MIRJAM []
Ver verwijderd van de intriges
aan het hof, hoorde hij meer bij ons
dan bij hen, en wij herkenden
in Schepper-Ptah onze god:

Schepper-Sjaddai, Almachtige God
We waren arm in die tijd
Het ging niet goed
met de economie

Er waren tegenslagen:
een invasie van steekmuggen
stalvliegen, veepest, mazelen, pokken
hagel en sprinkhanen

Bij ons in de velden ging het nog wel
Daar was nog wel iets gezonds
te eten, maar de Egyptenaren
leefden van het graan

uit de voorraadschuren
en als die niet leeggevreten
waren door de sprinkhanen
waren ze vaak verontreinigd

door de insecten en het moederkoren
in de rogge, die giftige schimmel
die mensen verminkte, of
met hevige krampen deed sterven

Vooral de eerstgeboren zonen
van de Egyptische families
leden eraan, want zij kregen
in elk gezin het meest te eten

LILITH []
O, speling van het lot!
Alles heeft zijn keerzijde
Elk voordeel kan een nadeel zijn
Een voorsprong wordt een achterstand

MIRJAM []
Zo stond het ervoor
En toen de priesters erin slaagden
om de farao te vermoorden
werd Mozes' situatie hachelijk

Hij beraamde een ontsnapping
met ons als zijn nieuwe volk
en ons wel en wee
als zijn levensdoel

Want hij begreep onze behoefte
aan vrijheid, en werkte samen
met mijn broer Aäron, onze priester
van Schepper-Sjaddai

Het was een hele operatie
die veel voorbereiding vergde -
genoeg karren regelen
ze een grote onderhoudsbeurt geven

reserve-onderdelen verzamelen
de ossen laten rusten
inpakken, alle huisraad
en voorraden voor onderweg

En op het juiste tijdstip gaan
voordat het uitlekte en het leger
gealarmeerd werd. Mozes regelde dat
allemaal, hij zou beslist

een goede farao geweest zijn
Hij wist gewoon meer dan anderen
Daarom kreeg hij de naam
dat hij kon toveren

of zoals de vrome mensen
het zagen: dat God dat deed
Hij overleefde bijvoorbeeld
zijn aanstelling tot legeraanvoerder

Dat was een idee van de priesters
die hoopten dat hij in de strijd
tegen de indringers
uit het land van Poent

zou sneuvelen: exit
de troonopvolger!
Mozes nam toen de heilige vogels
de ibissen, mee in manden

Voor een verrassingsaanval
waagde hij het om de korte route
door de woestijn te nemen
die levensgevaarlijk was

vanwege de slangen
maar de ibissen beten
de adders dood, zodat het leger
de vijand kon overvallen

in zijn slaap
Het koninkrijk was gered
en Mozes, de kroonprins
werd gevreesd

LILITH []
Mozes was een slangenbezweerder!
Hij vliegt tussen de gevaren door
en bijt de kelen van de priesters door
Hij is wijzer dan een slang!

EMZARA []
Maar even terug, toen
bij die Uittocht naar de grens
de doorwaadbare plaats
bij de Bittermeren

die geslaagde vlucht
die op zich al bijzonder was -
daar is toch ook een heel ander
verhaal aan toegevoegd!

Het moest nog spectaculairder
en Gods almacht laten zien
Er moesten stenen regenen en een
rookpluim moest de zon verduisteren!

MIRJAM []
Ja, dat klopt, natuurlijk
dachten wij allemaal aan de verhalen
over de tsunami die daar ooit was
na de vulkaanuitbarsting op Thera

Eerst werd de zee weggezogen
en daarna het land op gestuwd
Uit de zwarte wolken regende het
puimsteen op de eilanden

En ook in de Rivierdelta!
Wanneer we over de Uittocht
vertelden, noemden we
die grote ramp ook altijd

EMZARA []
Ik snap het, zo gaat dat
met doorvertellen, en na twee
generaties is het, zonder opzet
één verhaal geworden

REBEKKA []
Of is toch een culturele toe-eigening?
Tegen andere volken kon je dat
gecombineerde verhaal niet vertellen
zonder te horen te krijgen

dat het aparte gebeurtenissen
zijn geweest, en dat je kennis
niet moet bederven
met geschiedvervalsing

LILITH []
Rebekka heeft gelijk
Verhalen zijn van iedereen
en uiteindelijk is er maar één verhaal:
dat van heel de mensheid

REBEKKA []
Maar toen jullie de grens over waren
zijn jullie niet meteen doorgereisd
naar Palestina, dat land van Kanaän
waar Emzara het over had

MIRJAM []
Dat klopt, Mozes was daar streng in
Hij wilde ons tot een echt volk smeden
Een volk met doorzettingsvermogen
En dat moest geoefend worden

Er moest eerst een nieuwe generatie
geboren worden, die nooit terug zou
willen naar de Rivierdelta, waar
ze alleen maar van gehoord hadden

door verhalen die duidelijk maken
dat hun ouders en grootouders
er veel voor hebben gehad
om daar weg te komen

Het was Mozes' plan
dat we zo genoeg zouden krijgen
van de woestijn, dat ook wij
er veel voor over zouden hebben

om Palestina te veroveren
dat we er voor zouden vechten
hoeveel mannen en jongens
er ook zouden sterven

Want er waren al steden en dorpen
in dat land

MIRJAM []
MIRJAM []
MIRJAM []
XXXXX Het was een onzeker leven
Er viel niets te plannen
Vooral de jonge mannen konden niet
lijdzaam genoegen nemen
met het karige leven

Ze wilden beter
voor hun familie zorgen
en eerden elke god
die zou kunnen helpen

Natuurlijk deden ze dat
Het was hun plicht
Baat het niet, dan schaadt het niet
dat is toch het spreekwoord?

Maar mijn oudste broer was er op tegen
Hij wilde hen tot een volk smeden
Een eenheid, met één god
en dezelfde wetten voor iedereen

Hij moest met harde hand optreden
en de priesters kozen natuurlijk
zijn kant, dus liet hij de dwarsliggers
door hen slachten als offerdieren

Ze vermoordden drieduizend man
De schrik zat er goed in
Dus wanneer de priesters kwamen
om de wetten voor te dragen

en er op toe te zien
dat eenieder zich eraan hield
en zijn bijdrage gaf
aan hun levensonderhoud...

Bloeddorstig zijn ze gebleven
Bijvoorbeeld in het Huis van de Zon
toen dorpelingen nieuwsgierig
toekeken hoe de kist passeerde

die voor hun ogen te heilig was
omdat God erin aanwezig is
en zij wel eens praatjes konden krijgen
dat ze daar niets van gemerkt hebben

en wel eens zouden willen zien
wat er dan in die kist zat
behalve die twee stenen
met de Tien Geboden

Dus kwamen de priesters 's nachts terug
sloegen hen een hand voor de mond
en sneden met een snelle haal
hun kelen door



Ik zal niet gaan schelden
We hebben allemaal onze domheden
en hoeven ons niet overal in te verdiepen

maar de misverstanden
zo zal ik ze maar noemen
kan ik niet in stilzwijgen laten

voortwoekeren
Het laatste woord
zou wijs moeten zijn

Het hoort niet toe aan goedpraters
en evenmin aan de traditie
die haar eigen belangen dient


Premisse
Verhalen verdraaien de gebeurtenissen.

Synopsis
Gesprek over Adam, Noach, Abraham en Mozes. Met verhalen over onze voorouders geven we van generatie op generatie door, dat we bijzonder zijn ten opzichte van anderen. Vier vrouwen die erbij waren, vertellen over hun echte leven.

Samenvatting
0001-0117  x
0118-0141  x
0142-0159  x
0160-0171  x<

Jaartallen
Omdat Abraham Isaak heeft geofferd, en er dus geen 'wettige' stamhouder was, werden Esau en Jakob genoteerd als zonen van Isaak, en niet als die van hem; daarmee kon tevens de moord verdoezeld worden

Miram is de dochter van farao Amen-hotep III; haar naam betekent "Geliefde van Amon"; ze heeft twee broers: Thut-mosis (Zoon van Thoth, afgekort: Mozes), de oudste, en Aäron; hun moeder Teje had een Hebreeuwse man, de handelaar Joeja, die later onder de naam Jozef als elfde zoon is toegevoegd aan de stamboom van Jakob


Zywa The Twists of the Serpent

Darkness
Rumbling in the distance
The wind is picking up
As it gets light, the wind dies down
There is a large tent
Four shadows of women in the tent

Miryam (seventy years old) and Rebecca (twenty years old) are working at a simple loom

Emzara (fifty years old) is spinning wool with a spindle

Lilith (thirty years old) is dancing


Lilith comes out as a belly dancer and makes graceful movements with her arms; while she lightly addresses the people in the hall, she continues to dance a little [1-52]

How do you tell something?
How do you tell your children
for example, where
grandpa and grandma come from?

Cain invented God
God had drawn Grandpa out of the clay
and made Grandma from a rib of Adam
Cain didn't know how it worked yet

Man's small trunk actually
came later, as an addition
to the female-human, and now that we
know that, we must call it what it is:

God created the female-human
and with an adaption
the male-human as well
No more man and wo-man!

No ish and ish-sha
And while we're at it
we'll also do something
about the use of the words

fairy and whore; you could
expand them to
man-fairy and man-whore
bi- and non-bi-fairy and -whore

trans-fairy and trans-whore -
there's no end to it, but personally
I prefer to keep it simple:
no more fairy and whore!

I do not exist to be looked at
but not seen
and I am certainly
not a man-nequin, a little man!

Lilith pauses for a moment
It has become lighter in the tent by now

Fairies are simply spirits
So call them that: spirits
And male-humans lie down
next to a female-human more easily

than vice versa, so in practice
there are more male-whores
than female-whores
Many more male-humans rape

At the word rape, Emzara looks up
While Lilith continues speaking, Emzara stands up
and walks through the tent

a female-human than vice versa
They are the whores!
For female-humans, the term is
discriminatory, stigmatising, unusable!

Male-humans are whores
if they are looking for an opportunity
to stick their aroused little trunk
into another human

Emzara looks intently at Lilith
While Lilith continues speaking, Emzara walks towards her
She sits down close to her

Whores are humans, yeah
who have many sexual partners
Call them humpers -
male, female, whatever

Humper is a word that is usable
for everyone, just like the word human
In society
everyone is: human!

Only at home
does a gender difference remain
At home, we hold the words
father and mother in high regard

due to the biological difference
in bringing children into the world
and in the functioning
of mothers and fathers

Short speaking break

How do you tell something?
Which words are correct?
Cain invented God
as our father-mother

Adam and I are humans
and then, when I was ready
I let him come inside me
for the first time...

and Cain was born
Our lives changed!
We enjoyed our baby
but the time of paradise was over

From then on, Adam often went alone
[130]  I had taught him to pay attention
to the locations of the fruit trees
and to trust his nose

to know where the fruit is ripe
And I had taught him
to get up earlier
than the others, to go out

in the moonlight
to be the first
just a little further away
[140]  the one who picks the ripe fruit

He was not entirely
satisfied with that, he felt
his pride wounded
And I remember that he didn't dare

to eat a fruit, but
because I didn't get sick from it
I was able to tempt him
to take a bite

Still, he got angry
[150]  instead of thanking me
Later he came around, but he never
considered fruit-picking hís job

Cain soon noticed that
and then came up with paradise
with the tree and the serpent
and God's prohibition

because once you have God in your head
you can't get him out
you always have to invent a sequel
[160]  like the story of the apple

Now it is Rebecca who looks up and sits closer

or the fig, a ripe fruit
with the serpent that tempted us
and the knowledge we gained
and the journey we made

Adam walked ahead
He knew the way, he said
And I kept my mouth shut
He just followed the river

When Cain wanted to explain
[170]  to his children why
we kept moving
he invented an angel

who had sent us away
to discover the world
and to take care of the animals
and the plants everywhere

And by the time of Methuselah
his grandchildren had expanded
the story even further
[180]  for if Adam and I were the first

to have done something wrong
then apparently it also had to be
told who was the first
to have killed a human

Not an animal, to eat
at a feast, and in winter
when there was little other food
No, a human!

Miriam shakes her head
and gives Rebecca a look

And that was just pinned
[190]  on Cain!
He was assigned a brother
for the murder story

They didn't invent anything particularly
remarkable about that brother, he is
merely a cardboard figure
who has no lines

for his role is simply
to be murdered
[200]  For instruction and entertainment
It did create a problem, though

A matter of honour
For the narrator
did not want to be descended
from a murderer!

So, alright, he invented
another brother!
What do facts matter
in a story?

They called our third son Seth
[210]  He was assigned Cain's life
but without the fratricide
After all, he was only 'born' after that

And now it was he
who cultivated trees
beans and grasses
with edible seeds

Now it was he
who dug canals
and built a house of clay
[220]  with a sturdy roof

Now it was he
who made tools
and built beds
while Cain's descendants

lived elsewhere, although they
did have virtually the same names
That is a negligence in the story
Why not change the names?

Fortunately, the Flood provided
[230]  a solution: Cain's offspring
drowned, and of Seth's descendants
Noah was saved by God

At the word Noah, Emzara looks up
While Lilith continues speaking, she stands up
and goes to stand next to Lilith

Thus, the sequel coils its way
through the facts like a snake
being a poetic summary
of evolution, from nothing

to man, from wandering
to a fixed dwelling place
with customs and rules of conduct
[240]  until they are shaken up

Lilith puts an arm around Emzara

EMZARA [241-284] [E48] [L230] [M6]
A fixed dwelling place...
Fortunately, we didn't have one
When the Flood came
we were on the right side

of the mountains
But our relatives
and friends were not
God spared us, said Noah

He went to look
[250]  There was nothing to see
only water, he said
Were there corpses floating? we asked

He shrugged his shoulders
Not that I saw, he said
Shem didn't want to believe that
He fantasised about it

Later, when he had children
he told them his own version
when they went to bed
[260]  and he turned it into a fairy tale

We didn't have a fixed dwelling place
he said, except for that one year
when the Flood came
then we did

in a very big boat
that Grandpa had built
to save us, and
there were pens for all the animals

Then we had a very different life
[270]  inside that big boat, well
customs, habits...
We would have been stiff

with boredom if we hadn't
been so busy
feeding the animals
and keeping the pens clean

That is how he told it all
That there was absolutely nothing to see
outside - only water, water everywhere
[280]  Paradise had drowned too

Emzara pauses for a moment

Lilith, you know that
you were in paradise
What was it like there?
Where was it?

LILITH [285-296] [L242] [E48] [M6]
That was when we were young
and thought of each other all the time
When we still lived carefree
Without worries about the future

of our child
[290]  It was not a special place
only: a fertile place
It was a way of life

Being together
Enjoying together
Harmony
Peace

EMZARA [297-469] [E221] [L242] [M6]
We Nomads
see paradise primarily as
a life in peace
[300]  in a land without enemies

A free land, spacious
with grassy meadows
and nut and fruit trees
I know three paradises

One in the north:
Between the Two Rivers
One in the south:
the River Delta

And one in the middle:
[310]  here, where we are
the Lowlands
which were cursed

but still: a paradise, ultimately
our country, unfortunately cursed
by ourselves - you couldn't imagine
anything more absurd!

Of course it was wrong
What am I saying! Dead!
I wanted to be dead!
[320]  My own son, no less!

Like a snake, he slipped
into the inner tent, pulled me
along to the bed
and wriggled out of his skin

Excited, he tugged
at my clothes, forced me
to undress and looked
at me furiously

to silence me
[330]  Besides, no one was home
and I didn't dare
tell my husband

Women are cast out for less
and I couldn't do it
I was nothing anymore, dead
I wanted to be dead

Where did I get the energy
to get up and wash myself
make dinner
[340]  and pretend

that nothing was wrong
and it was over
and that he wouldn't come back?
If only he had...

Eventually, it ended
His brothers caught him
and told their father
Who did nothing

Not even when
[350]  I turned out to be pregnant
All those months of tension
Growing anger in his belly

The baby had the same face
and the same build as Ham
What certainty could that provide
regarding paternity?

But to Noah it was clear
He raged, shouted
savage sounds
[360]  so as not to curse

but he did put a curse!
Well considered, at the table -
the men and I in a circle
and the baby on my lap

He ignored Ham
and struck him at his worst
by pointing to the little one
and saying very calmly:

Canaan and all his descendants
[370]  will serve the others
the nations of Shem and Japheth
It was a punishment from God

What else could he do?
His honour had been tarnished
and he was old, not as hard
as during the Flood

The way Shem told it
it could have happened
That he stood on the deck
[380]  and turned a deaf ear

to his brothers and sisters
and to his niece who herself
immersed her little baby
in the rising water

which was up to her lips
The cattle and the birds
had already drowned
It was a punishment from God

We were inside the boat
[390]  hearing water bubbling
from time to time, last breaths
Of people we know

Grandma's parents were too old
to come to us, Shem told
and he turned it into a scary
story, with that niece

and with my little sisters
My sweet little sisters,...
who in Shem's imagination
[400]  were standing on the bank, calling out

to be allowed to come with us
But, you shouldn't talk about that
with Mama and the aunts
Shem assured them: you understand

they lost their whole family
That is a sensitive subject
you shouldn't make them sad about it
They really couldn't come along!

Grandpa had to be tough
[410]  It was impossible to save everyone
The boat wasn't that big, after all
And with whom should he draw the line?

Besides, it wasn't his idea
It had to be that way because of God
It was Him who wanted to start over
A new world, as it were

For the children, it was real, even
though Shem told it very light-heartedly
As curious occurrences
[420]  which you observe

from a distance, somewhat
like I think God
views people
with wonder

Short speaking break

Well, Shem' story is not entirely successful because the way he presented it
God's plan failed

There was no new beginning, no clean slate
The eight of us remained who we were and our children were not as pious as Noah and I
If only that with Ham hadn't happened...

Short speaking break

The curse was, of course, passed on
to the children of Shem and Japheth
And they considered themselves good people

To spare me, Grandma, and my decency
they beat around the bush
about what exactly had happened
In their story, they limited

the shame to seeing
Noah's nakedness
and it's a disgrace
they placed the blame for it on him!

As if it is touching
that he, the great
father of mankind
would have been drinking!

Besides, he has never
been a farmer
with a vineyard!
But children believe everything

And with this story
Shem and Japheth made themselves
better people
than their pious father

All lies!
For my own good too
they said, yes, if you are the kind of man
for whom women are temptresses

In the best families
rape does not occur
and if it does happen
the woman must be guilty

Guilty, even if she is your mother
And now I sit here, outside the city
in the land of Canaan
my youngest son

Jerusalem, city of peace
MIRJAM schudt haar haren naar achteren [M7] [L242] [E221]
[470]  Jeruzalem, Jeruzalem...

EMZARA [471-473] [E204] [L242] [M7]
...it is called, oh, may that
not bring war! For
you cannot undo a curse...

LILITH [474-477] [L246] [E224] [M7]
Actually, it is possible. A little
For the god of Noah issued then, yes
even then, his Fifth Commandment:
Thou shalt not murder!

MIRYAM [478-481] [M11] [L246] [E224]
Perhaps Noah wanted
to protect Canaan
[480]  from excessive oppression
by the others

REBECCA [482-521] [R40] [L246] [E224] [M11]
Jerusalem, Jerusalem...
is not a city of peace
but a cruel rock
It is Hell!

Down there, in the gorge of the Valley
of Hinnom, there is the gate to Hell!
Between all those ancient tombs -
close to the underworld

[490]  Here the kings Ahaz and Manasseh
came to make a sacrifice
when they went to wage
their umpteenth war

They offered sacrifices to the heavenly King
so that He would grant them victory
as earthly kings
In full regalia they came to monitor

the construction of the long trench
and its filling with dry branches
[500]  which were set ablaze along the entire line
just before the ceremony

Parents had designated one
of their children, a son or a daughter
to endure the ordeal and run
through the trench from beginning to end

The kings had to
set the example, had to
designate one of their sons
even though they knew the outcome

[510]  The participants burned alive
and their blood flowed away
into the chasm, into the underworld
Burning dead, that is Hell

The prophets made accuses
but it took centuries
for the valley to become a garbage dump
to prevent the sacrifices

And even then, the corpses
of criminals were dumped
[520]  on the refuse and set on fire
Burning dead, that is Hell

LILITH [522-537] [L262] [E224] [R40] [M11]
The Fifth Commandment does not work
And God apparently acquiesces to that
People just have to
figure it out themselves

There is something about men
that they so easily lose their minds
their ordinary, common sense
and start fighting

[530]  And then they do not listen
to nuances and explanations
Then they deny the facts
that do not suit them

They twist around them petty
and proudly; they are not as
wise as their mother, their sisters
their wife and their daughters

EMZARA [538-541] [E228] [L262] [R40] [M11]
Why do so many men think
they have to be tough?
[540]  And we must be honourable
and fruitful

Miryam comes to stand beside them

REBECCA [542-545] [R44] [L262] [E228] [M11]
As long as we have sons!
That is what matters!
And of course, they want
to be satisfied too...

LILITH [546] [L263] [E228] [R44] [M11]
And then they can be quite sweet

MIRYAM to Emzara [547-554] [M19] [L263] [E228] [R44]
You were fruitful
You had three sons
Noah could be satisfied
[550]  You say that he was a harsh man

But in bed, what was he like?
Relaxed, softer, attentive?
Sweet?
Did you have fun?

EMZARA [555-558] [E232] [L263] [R44] [M19]
I don't remember very well anymore
It is over, something from the past
It was all about him
I adapted

LILITH [559] [L264] [E232] [R44] [M19]
And you, Miryam, how was it for you?

MIRYAM smiles [560-571] [M31] [L264] [E232] [R44]
[560]  I didn't have a man, nor did I need one
My brothers took care of the men
I handled the women's affairs
I didn't always like it

but we also had a lot of fun
You know how it is, in the women's tent
And during the afternoon rest, you can
make it as pleasant as you wish

We did
Some of us
[570]  My best friends
No, I really didn't need a man in bed!

REBECCA [572-579] [R52] [L264] [E232] [M31]
I thought Abram was old, and
not particularly sweet, so I naturally
thought of one of the young men
in our group

There were handsome boys...
In real life, of course, I avoided them
I know about their fantasies
regarding women; they stare at you

EMZARA [580-591] [E244] [L264] [R52] [M31]
[580]  Exactly! When I was busy outside
the tent, and the men were at home
they aimed at seeing me
The more attractive a woman is

the longer they stare
And you can't dress for it
In the wind, clothes always
fold according to your body

They look, and they don't care
that we see it!
[590]  They look, as if they are the wind
and are touching our skin

REBECCA [592-595] [R56] [L264] [E244] [M31]
Al jong leerde ik om dwars te zijn
Chagrijnig. Alleen bij jonge mannen!
Moeilijk doen en brutaal zijn
Dat voorkomt handtastelijkheden

EMZARA [596-599] [E248] [L264] [R56] [M31]
Thuis kun je dat niet!
Het ging Cham ook niet om mij
Hij had een droomvrouw in gedachten
Ja, dan kun je het met iedereen doen

LILITH [580-583] [L268] [E228] [R56] [M31]
[600]  Het gaf Adam een goed gevoel
als ik ervan genoot, en dat lukte
me beter door er wat romantiek
bij te fantaseren

EMZARA []
297 LILITH []
305 EMZARA []
309 REBECCA
329 LILITH []
393 REBECCA
397 LILITH []
401 REBECCA
417 LILITH []
421 REBECCA
437 LILITH []
465 REBECCA
469 LILITH []
477 REBECCA
478 EMZARA []
482 MIRIAM []

490 LILITH []
498 MIRIAM []

499 LILITH []
519 EMZARA []
523
MIRIAM []

539 EMZARA []
555
LILITH []
559 MIRIAM []

563 LILITH []
591 MIRIAM []

595 XX LILITH []
647 EMZARA []
651 MIRIAM []
663 EMZARA []
675 REBECCA []
679 LILITH []
687 REBECCA []
691 MIRIAM []
695 Het was een onzeker leven

Premise

Stories distort the events.

Synopsis

Summary

Years

A conversation about Adam, Noah, Abraham, and Moses. Through stories about our ancestors, we pass on from generation to generation that we are special compared to others. Four women who were there tell about their real lives.

Gedicht V0102
Amsterdam, 2026-08-31
Band: Die Windungen der Schlange
Stichwort: Geschichten: Tradition / Ordnung 
Zywa
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