Auf See bin ich ein Drache
mit mächtigen Flügeln
prall von meinem Atem
feurig von der Sonne
geführt von der einen Hand
am Ruder und die andere
an den Leinen, genug gespannt
und locker genug, der Wind
immer jeder Moment
genau in der Mitte
auf dem sweet Spot:
zwei Herzen verbunden
in den hohen Wellen
im wilden Wasser
stets im Gleichgewicht
wie zwei verspielte Delfine
Und wenn die Möwen auf dem Deck
landen beim Aufziehen eines Sturms
der mich in Regenvorhänge einsperrt, folge ich
aufmerksam seinen Launen und halte Kurs
bis sich eine Lücke auftut
zwischen seinen schwarzen Zähnen
und ich ins Blau gleite
die Freiheit zwischen zwei Himmeln
in dem alles klar ist
und ich Übersicht habe
in allen Richtungen
vom Morgen- bis Abendstunde